Mit der deutlichen Abschwächung der Kaufaktivitäten der On-Chain-Riesenwale bildet der Chainlink-Preis ein risikobehaftetes bärisches Muster, und die Marktbesorgnis über die kurzfristige Entwicklung von LINK nimmt weiter zu. Daten zeigen, dass Chainlink in den letzten 24 Stunden um etwa 4,5 % gefallen ist, was mehr als 16 % vom Höchststand im Monat entfernt ist. Der aktuelle Preis liegt bei etwa 12,38 US-Dollar, was seit Jahresbeginn einen Rückgang von über 50 % bedeutet.
Aus Sicht des Kapitalverhaltens ist die Veränderung der Nachfrage der Riesenwale besonders entscheidend. Nansen-Daten zeigen, dass die Anzahl der großen Adressen, die LINK halten, in der ersten Dezemberhälfte zeitweise von 1,77 Millionen auf 1,91 Millionen gestiegen ist, sich dann jedoch schnell auf 1,87 Millionen reduziert hat. Erfahrungsgemäß gilt die Reduzierung der Wale-Bestände oft als führendes Signal für die Kursentwicklung von Chainlink, was das Vertrauen der Kleinanleger schwächen und die Marktstimmung beschleunigen kann.
Gleichzeitig schwächt sich auch die fundamentale On-Chain-Lage von Chainlink ab. Laut DeFiLlama-Daten ist der Gesamtwert der in DeFi-Protokollen auf Chainlink basierenden Verträge von 11,3 Milliarden US-Dollar Ende August auf derzeit etwa 5,3 Milliarden US-Dollar gefallen, was einen Rückgang von über der Hälfte bedeutet. Weitere Daten zeigen, dass die wöchentlichen Gebühreneinnahmen des Chainlink-Netzwerks seit September um fast 50 % gesunken sind, was auf eine deutliche Abkühlung der Nutzung und Nachfrage im Ökosystem hinweist.
Technisch bildet der Chainlink-Tageschart ein typisches Abwärtstriangle, bestehend aus einer Abwärtstrendlinie und einer horizontalen Unterstützungslinie, die oft als Fortsetzungsmuster betrachtet wird. Der Preis von LINK ist nur etwa 5 % vom unteren Unterstützungsniveau entfernt. Ein effektiver Bruch nach unten könnte den Verkaufsdruck schnell verstärken.
Auch die Momentum-Indikatoren sind eher bärisch. Der MACD befindet sich unterhalb der Nulllinie, der RSI ist auf etwa 42 gefallen und zeigt eine anhaltende Abwärtsbewegung, was auf eine aktive Verkaufsseite hindeutet. Der Preis ist noch nicht in den deutlich überverkauften Bereich eingetreten. Zusammen mit dem zuvor im Markt diskutierten Risiko eines langfristigen Doppelgipfels erhöht sich die Unsicherheit über den Abwärtstrend von Chainlink weiter.
Insgesamt besteht die Gefahr, dass der Preis von LINK, falls er die wichtige Unterstützung bei 10,1 US-Dollar seit Mitte 2024 nicht halten kann, auf die früheren Tiefststände um 8 US-Dollar absackt. Vor dem Hintergrund der nachlassenden Nachfrage der Riesenwale, der Abkühlung der On-Chain-Daten und des technischen Drucks bleibt der kurzfristige Abwärtstrend von Chainlink erheblich gefährdet. Investoren sollten die Entwicklung der Schlüsselunterstützungen genau beobachten.
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